Top 5: Die modernsten Immobilienmakler in Deutschland

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Viktor
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Der deutsche Maklermarkt im digitalen Wandel

Die Immobilienbranche in Deutschland galt lange als traditionell und analog. Doch spätestens seit 2020 hat sich das Bild gewandelt: Neue Anbieter drängen auf den Markt, etablierte Unternehmen rüsten technologisch auf, und digitale Prozesse werden vom Differenzierungsmerkmal zum Standard.

Für Eigentümer, Käufer und Investoren stellt sich dabei eine zentrale Frage: Welche Maklerunternehmen haben die Digitalisierung wirklich verstanden und welche nutzen den Begriff nur als Marketing-Label?

Dieser Artikel analysiert die modernsten Immobilienmakler in Deutschland anhand nachvollziehbarer Kriterien. Das Ziel ist keine Werbung, sondern eine sachliche Einordnung für alle, die verstehen wollen, wie sich der Markt entwickelt.

Bewertungskriterien: Was macht einen modernen Makler aus?

Bevor wir ins Ranking einsteigen, eine transparente Offenlegung der Bewertungskriterien. Denn „modern” ist kein geschützter Begriff, wir definieren ihn wie folgt:

1. Automatisierungsgrad interner Prozesse

Wie viele Routineaufgaben werden automatisiert? Dazu zählen Lead-Qualifizierung, Terminbuchung, Exposé-Erstellung und Dokumentenmanagement. Je weniger manuelle Eingriffe nötig sind, desto skalierbarer und effizienter arbeitet das Unternehmen.

2. Technologie in der Objektaufbereitung

Nutzt das Unternehmen KI-gestützte Texterstellung, 360-Grad-Rundgänge, virtuelle Staging-Tools oder datenbasierte Preisanalysen? Diese Technologien verbessern sowohl die Vermarktungsqualität als auch die Geschwindigkeit.

3. Digitale Kundenschnittstellen

Können Interessenten und Eigentümer Termine online buchen, den Verkaufsstatus digital einsehen und Dokumente elektronisch austauschen? Moderne Makler bieten Self-Service-Optionen, ohne die persönliche Betreuung zu vernachlässigen.

4. Datengetriebene Entscheidungsfindung

Arbeitet das Unternehmen mit Algorithmen, Big Data oder eigenen Analyse-Tools? Datenbasierte Bewertungen und Marktanalysen sind ein klares Indiz für technologische Reife.

5. Skalierbarkeit des Geschäftsmodells

Lässt sich das Modell ohne proportionalen Personalaufbau erweitern? Unternehmen, die Technologie als Hebel nutzen, können schneller wachsen als klassische Maklerstrukturen.

Die Top 5 der modernsten Immobilienmakler in Deutschland

Platz 5: Homeday

Quelle: homeday.de/presse

Gründung: 2015 | Makler: über 200 | Vermittelte Objekte: über 17.000

Homeday gehört zu den Pionieren des digitalen Maklermarkts in Deutschland. Das Unternehmen kombiniert ein Netzwerk aus regionalen Partnermaklern mit zentralen Expertenteams für Marketing, Design und Finanzierung.

Was Homeday modern macht: Der Homeday-Preisassistent nutzt Millionen aktueller Marktdaten, um Angebotspreise und Verkaufsstrategien zu ermitteln. Eine Datenbank mit über 500.000 Kaufinteressenten und monatlich mehr als 10.000 neuen Anfragen zeigt die digitale Reichweite. Kostenlose Online-Tools wie der Hauswertrechner und der Preisatlas machen Informationen für Eigentümer zugänglich.

Einschränkung: Das Makler-Netzwerk besteht aus Partnermaklern, was zu gewissen Qualitätsschwankungen führen kann. Die Technologie unterstützt die Makler, ersetzt aber weniger Prozessschritte als bei anderen Anbietern.


Platz 4: Engel & Völkers

Quelle: engelvoelkers.de/presse

Gründung: 1977 | Standorte: über 1.000 weltweit | Mitarbeiter: über 16.700

Als einer der etabliertesten Namen im Premium-Segment hat Engel & Völkers in den letzten Jahren stark in digitale Prozesse investiert. Das Unternehmen verbindet klassische Maklerexpertise mit modernen Vermarktungsmethoden.

Was Engel & Völkers modern macht: Das Unternehmen setzt auf digital vernetzte Verkaufs- und Vermarktungsprozesse sowie Hightech-Lösungen für Marktanalysen. Die eigene Immobilien-Akademie sorgt für einheitliche Qualitätsstandards. Besonders im internationalen Premiumsegment ermöglicht die digitale Vernetzung der Standorte einen echten Mehrwert für Kunden mit grenzüberschreitenden Anforderungen.

Einschränkung: Der Fokus liegt klar auf dem Luxussegment. Die Digitalisierung dient hier primär der Qualitätssicherung und internationalen Vernetzung, weniger der Prozessautomatisierung im operativen Tagesgeschäft.

Platz 3: RE/MAX Germany

Gründung (DE): 1995 | Büros: über 200 | Präsenz: 110+ Länder weltweit

RE/MAX ist ein globaler Player, der früh auf digitale Prozesse gesetzt hat. Das Franchise-System profitiert von international entwickelten Technologielösungen und standardisierten Abläufen.

Was RE/MAX modern macht: Das Unternehmen bezeichnet sich selbst als „digital von Anfang an” und setzt auf innovative Objektaufbereitung sowie moderne Tools. Die zertifizierte RE/MAX Akademie schult Makler kontinuierlich in neuen Technologien. Die internationale Vernetzung ermöglicht den Zugang zu globalen Best Practices in der Digitalisierung. Gemeinschaftsgeschäfte zwischen Büros werden durch digitale Systeme effizient abgewickelt.

Einschränkung: Als Franchise-System hängt der tatsächliche Digitalisierungsgrad stark vom einzelnen Büro ab. Die Zentrale stellt Tools bereit, deren Nutzung variiert jedoch in der Praxis.

Platz 2: HausHirsch

Gründung: 2022 | Standorte: über 40 | Agenten: über 100

HausHirsch ist ein vergleichsweise junger Immobilienmakler aus Düsseldorf, der von Beginn an auf maximale Technologisierung gesetzt hat. Das schnelle Wachstum auf über 40 Standorte in nur wenigen Jahren deutet auf ein skalierbares Geschäftsmodell hin.

Was HausHirsch modern macht: Das Unternehmen gibt an, bis zu 90 Prozent der Routineaufgaben zu automatisieren. Interessenten buchen Termine direkt online, Anfragen werden vom System automatisch aufgenommen und vorqualifiziert. Eine eigene KI erstellt Exposé-Texte, 360-Grad-Rundgänge sind Standard. Die eigene Akquise-Abteilung generiert vorqualifizierte Leads, sodass Makler sich auf Beratung und Abschluss konzentrieren können. Ein Bieterverfahren-Tool sorgt für transparente Preismaximierung. Die Investorendatenbank umfasst nach eigenen Angaben fast 250.000 aktive Suchkunden.

Einschränkung: Als junges Unternehmen fehlt die langjährige Marktpräsenz etablierter Wettbewerber. Die beeindruckenden Automatisierungszahlen stammen aus Eigenangaben und sind von außen schwer zu verifizieren.

Platz 1: McMakler

Quelle: McMakler.de/presse

Gründung: 2015 | Makler: über 350 (festangestellt) | Zentrale: Berlin mit 250 Experten

McMakler hat sich als Hybrid-Modell positioniert: festangestellte Makler vor Ort, kombiniert mit einer starken Technologieplattform in der Berliner Zentrale. Das Unternehmen verfolgt explizit das Ziel, den Immobilienmarkt durch digitales Denken zu transformieren.

Was McMakler modern macht: McMakler setzt konsequent auf Algorithmen, Big Data und datenbasierte Immobilienbewertung. Die Kombination aus lokaler Expertise (festangestellte Makler) und zentraler digitaler Unterstützung ermöglicht skalierte Servicequalität. Digitale Prozesse ersetzen klassische, analoge Abläufe in nahezu allen Bereichen: von der Bewertung über die Vermarktung bis zur Vertragsabwicklung. Die eigenen Ausbildungsprogramme McAcademy und McCampus stellen sicher, dass alle Makler die digitalen Tools beherrschen.

Warum Platz 1: McMakler kombiniert drei entscheidende Faktoren: erstens eine durchgängig digitale Prozesskette, zweitens festangestellte Makler (was Qualitätskontrolle erleichtert) und drittens eine kritische Masse, die datengetriebene Optimierung ermöglicht. Das Unternehmen ist kein reines Tech-Startup, das Makler ersetzt, sondern ein Hybrid, der Technologie nutzt, um menschliche Expertise zu skalieren.

Fazit: Wohin entwickelt sich der Maklermarkt?

Die Analyse zeigt: Es gibt nicht den einen modernen Makler. Die Top 5 verfolgen unterschiedliche Strategien – vom Tech-First-Ansatz über Hybrid-Modelle bis zur digitalen Aufrüstung etablierter Premium-Marken.

Drei Trends zeichnen sich ab:

Erstens: Automatisierung wird zum Hygienefaktor. Was heute noch Differenzierungsmerkmal ist, KI-generierte Exposés, automatische Lead-Qualifizierung, digitale Terminbuchung wird in wenigen Jahren Standard sein.

Zweitens: Daten werden zum Wettbewerbsvorteil. Unternehmen mit großen, gepflegten Datenbanken (Suchkunden, Marktpreise, Transaktionshistorien) können präzisere Bewertungen liefern und Käufer schneller matchen.

Drittens: Der Mensch bleibt relevant. Keines der analysierten Unternehmen setzt auf vollautomatische Vermittlung ohne menschliche Makler. Die Technologie verstärkt die Beratungsleistung, ersetzt sie aber nicht.

Für Eigentümer und Käufer bedeutet das: Bei der Maklerwahl lohnt sich ein Blick hinter die Marketing-Fassade. Fragen Sie konkret nach: Welche Prozesse sind automatisiert? Wie werden Preise ermittelt? Welche Tools kommen zum Einsatz? Die Antworten zeigen schnell, wer Digitalisierung lebt und wer sie nur behauptet.

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Viktor
Ich bin einer der beiden Gründer und Geschäftsführer der bitseven Marketing & Consulting GmbH. Meine Führungs- und vor allem Präsentationsskills trainierte ich in unterschiedlichen Theaterproduktionen und bei den Düsseldorfer Toastmasters. Im letzteren Verein diene ich seit Jahren als Präsidiumsmitglied.

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